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Nicht alltägliche Einsätze halten Feuerwehr in Atem

Mehrere Brände und ein Unfall führten am Dienstag nach Pfingsten zu insgesamt vier Einsätzen für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rodgau.

Die Feuerwehr wurde kurz vor 12.30 Uhr zu einem Wohnungsbrand alarmiert, eine Person befand sich noch in der verqualmten Wohnung. Dem schnellen und koordinierten Einsatz ist es zu verdanken, dass die Person von einem Einsatztrupp unter Atemschutz schnell gerettet werden konnte, sie wurde dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben. Als Brandursache wurde ein Feuer in der Küche festgestellt, welches schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Gegen 17.00 Uhr wurde die Standortfeuerwehr Mitte zu einem schweren Verkehrsunfall auf die L 3405, zwischen Hainhausen und Rembrücken alarmiert. Auf der Anfahrt wurde die Einsatzstelle korrigiert, da sich diese auf der Rodgau-Ring-Straße befand. Dort waren zwei Fahrzeuge miteinander kollidiert und dabei wurden zwei Personen verletzt. Die Feuerwehr betreute die Verletzten, stellte den Brandschutz sicher und sperrte die Ringstraße großräumig ab.

 

Um 18:23 Uhr wurde die Standortfeuerwehr Süd zunächst zur Auslösung einer automatischen Brandmeldeanlage in einem Wohnhochhaus alarmiert. Eigentlich ein Routineeinsatz für die Einsatzkräfte. Aufgrund weiterer eingehenden Notrufe, erfolgte die Alarmstufen-Erhöhung auf "Feuer in Wohnung - Mehrfamilienhochhaus - mit Menschenleben in Gefahr".

In dem als "Chinesiche Mauer" bekannten Hochhauszeile kam es in der 2. Ebene zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand. Aufgrund der enormen Hitzeausbreitung wurden dabei vier Einsatzkräfte verletzt, sie mussten alle in Krankenhäuser eingeliefert und versorgt werden. Aufgrund der Vielzahl an Bewohner, die der direkten und enormen Rauchentwicklung bedroht waren, wurden mehrere Feuerwehren und Rettungsmittel aus dem gesamten Landkreis Offenbach alarmiert.

Aus Langen wurde eine Atemschutz-Notfall-Staffel hinzugezogen, um den Schutz der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Die Feuerwehren setzten eine Vielzahl an Atemschutzgeräteträger ein, zum einen zur Brandbekämpfung und auch zur Kontrolle der weiträumigen Geschosse. Dabei mussten mehrere Bewohner mit Fluchtmasken gerettet werden. Die Bewohner einer gesamten Ebene wurden in Hotels umquartiert, da ein betreten der Wohnungen nicht mehr möglich war.

Im Einsatz waren neben einer Vielzahl an Polizei- und Rettungskräften, zusätzlich zu allen verfügbaren Kräften aus Rodgau, die Feuerwehren aus Rödermark, Neu-Isenburg, Langen, Obertshausen, dann die Feuerwehren aus Heusenstamm zur Wachbesetzung in Rodgau, sowie die Kreisbrandmeister aus Dreieich und Mainhausen und der Brandschutzaufsichtsdienst vom Landkreis Offenbach.

Schlussendlich gegen 3:00 Uhr am frühen Mittwochmorgen wurde die Atemschutz-Notfall-Staffel der Feuerwehr Rodgau zu einem Wohnungsbrand in die Lämmerspieler Straße in Mühlheim alarmiert. Eine Wohnung im 1. OG stand im Vollbrand und drohte, auf das darüber liegende Geschoss überzugreifen. Mehrere Menschen mussten über die Drehleiter und das Treppenhaus durch die Feuerwehr gerettet werden. Parallel wurden Löschmaßnahmen über einen Innen- und einen Außenangriff eingeleitet. Die Rodgauer Atemschutz-Notfall-Staffel wurde hinzugezogen, um den Schutz der Einsatzkräfte zu gewährleisten.

Das Feuer am Dienstag war nicht das erste dieser Art. Im September 1988 erschütterte das wohl schlimmste Unglück die "Chinesiche Mauer". Durch Entzündung von Benzin in einer Wohnung wird eine Explosion ausgelöst, bei der mehrere Wohnungen "zerstört werden und ein Teil der Fassade herausbrach. Die Explosion in der Hochhauswand „Chi­nesische Mauer" kostete ein Menschenleben und verursacht hohen Sachschaden. 

Ein sechstelliger Schaden entstanden im April 2002 bei einem Wohnungsbrand ebenfalls in der "Chinesiche Mauer". Gegen 21.20 Uhr alarmieren mehrere Bürger die Feuerwehr Rodgau: Sie berichten von einem ,,Schlag" und Flammen aus dem 10. Geschoss des Hochhauses. Es ist die 4. Ebene des Wohnhochhauses. Die Bewohner  flüchteten, als die Flammen vom Balkon - dort hatten Lackreste von der Wohnungsrenovierung gelagert - auf die Wohnung übergriffen. 

 

 

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